4. Breitsch-Träff-Filmtage

4. Breitsch-Träff-Filmtage

Röschti-Connection

Geschichten aus dem Einwanderungsland Schweiz

Heute leben Menschen aus 195 Nationen in der Schweiz. Längst ist die Eidgenossenschaft ein Einwanderungsland. An den 4. Breitsch-Träff-Filmtagen stehen Frauen und Männer aus Italien, Kurdistan und Kamerun im Fokus, die in den 60er, 80er und 2000er-Jahren in der Schweiz ihr Glück suchten. Sie erzählen Geschichten von Sehnsucht und Solidarität, aber auch von Ausgrenzung und Ausbeutung. Nach den Filmen Diskussion mit Fachpersonen über Vergangenheit und Zukunft der multikulturellen Schweiz.

 

Do 14.11.2019

Non ho l’età

Von Olmo Cerri, CH/ITA 2017, 93′ Italienisch / Deutsch Untertitel Deutsch

Der Schlager «Non ho l’età» wurde für viele italienische Migrantinnen in der Schweiz zur Sehnsuchtsmelodie. Tausende schrieben der Sängerin Gigliola Cinquetti und klagten ihr über die Einsamkeit in der Fremde. Olmo Cerri und Simona Casonato haben die Fanpost ausgewertet, vier Briefschreiberinnen besucht und mit ihnen über die Ausländerfeindlichkeit in der Schweiz der 60er-Jahre gesprochen. Anschliessend Diskussion mit Gianfranco Martina, Secondo und Erwachsenenbildner

19 Uhr Apéro mit Häppchen, 20 Uhr Film

 

Eintritt frei, Kollekte

Trailer

Fr 15.11.2019

Zwischen den Welten

Von Yusuf Yesilöz, CH 2006, 54′ Deutsch / Kurdisch / Türkisch Untertitel Deutsch

Güli Dogan kam als Neunjährige aus der Türkei nach Winterthur. Dort arbeitete ihr Vater bei Sulzer. Sie lernte Deutsch, fand Freundinnen und integrierte sich rasch in der neuen Umgebung — ohne die starke emotionale Bindung an ihr kurdisches Dorf aufzugeben. Yusuf Yesilöz zeigt in seinem Dokumentarfilm, dass Integration ein Prozess ist, der Alteingesessene wie Neuzugezogene fordert. Anschliessend Diskussion mit dem Regisseur Yusuf Yesilöz und Annemarie Sancar, Migrationspolitikerin

19 Uhr Apéro mit Häppchen, 20 Uhr Film

Eintritt frei, Kollekte

Sa 16.11.2019

Le Monde est comme ça

Von Fernand Melgar, CH 2013, 51′ Französisch Untertitel Deutsch

Der Film erzählt vom Schicksal ausgeschaffter Asylsuchender. Sie wurden aus dem «Gastland» Schweiz verstossen, von ihren Kindern weggerissen und landeten mittellos in ihren Herkunftsländern Senegal, Kosovo, Gambia oder Kamerun. Fernand Melgar gibt diesen gebrochenen Männern eine Stimme — und wirft damit ein Licht auf ein dunkles Kapitel Schweizerischer Migrationsgeschichte.

Anschliessend Diskussion

19 Uhr Apéro mit Häppchen, 20 Uhr Film

Eintritt frei, Kollekte

 

 

Gratulation

Wir gratulieren Tamara Funiciello für ihre Wahl in den Nationalrat.

Vernissage „La banalità del ma“

Vernissage 22.10.2019 ab 18:30 Uhr. Die Ausstellung ist bis Anfang Dezember (12.06.2019) während der Öffnungszeiten des Breitschtraeffs geöffnet. Der Eintritt ist frei. Das Buch “La banalità del ma” kann vor Ort erworben werden.

 

Was ist stumpfer als ein Bleistift, der beschreibt, eine Reflexion über den Alltag vorschlägt?

Der Bleistift ist die “Waffe” in der Hand von Mauro Biani, der uns täglich bei einer Analyse begleitet, die auf der Spitze des Bleistifts gemacht wird, aber nicht minder rücksichtslos und kritisch, bei italienischen und internationalen Veranstaltungen.

Die grafische Ausstellung “La banalità del ma” basiert auf dem gleichnamigen Buch, das die Tabellen sammelt, die Mauro Biani in den letzten Jahren fertiggestellt hat, mit besonderem Fokus auf die Geschichte der Migranten, die das Mittelmeer überqueren.

Die Besonderheit der Platten liegt in der Finesse und Eleganz, ohne die Härte der Kritiker zu opfern, mit denen Biani das Drama derer dokumentiert hat, die in den vielen, zu vielen Schiffswracks des Mittelmeers ihr Leben verlieren; der Wandel der gesellschaftlichen Wahrnehmung gegenüber denen, die an die Tür Europas klopfen; der Zynismus der Politik bei der Bewältigung des Migrationsphänomens, das den afrikanischen Kontinent und Europa betrifft.

Die Tabellen werden von einem kurzen Kommentar auf Italienisch und Deutsch begleitet, mit dem Ziel, die in der Tabelle erzählte Geschichte in einem bestimmten historischen Zeitraum zu kontextualisieren.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

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Cosa c’è di più contundente di una matita che descrive, propone una riflessione sulla quotidianità?

La matita è “l’arma” in mano a Mauro Biani che con frequenza giornaliera ci accompagna in un’analisi fatta in punta di matita, ma non per questo meno spietata e critica, sulle vicende italiane ed internazionali.

La mostra grafica “La banalità del ma” si basa sull’omonimo libro che raccoglie le tavole che Mauro Biani ha completato negli ultimi anni con un focus particolare sulla vicenda dei migranti che attraversano il Mediterraneo.

La particolarità delle tavole sta nella finezza ed eleganza, senza sacrificare la durezza della critica, con cui Biani ha documentato il dramma di chi perde la vita nei tanti, troppi naufragi del Mediterraneo; il cambio di percezione nella società verso chi bussa alla porta dell’Europa; il cinismo della politica nell’affrontare il fenomeno migratorio che vede coinvolti il continente africano e l’Europa.

Vernissage 22/10 dalle 18:30. La mostra sarà visitabile sino a inizio dicembre (06/12/2019) durante gli orari di apertura del Breitschtraeff. Ingresso libero. È possibile acquistare in loco il libro “La banalità del ma”.

Le tavole saranno accompagnate da un breve commento in italiano e in tedesco, con l’obiettivo di contestualizzare in un determinato periodo storico la storia raccontata nella tavola.